Wie finde ich gute Taxifahrerinnen und Taxifahrer?
© Bildagentur-o (undefined
In meinen vielen Gesprächen mit Taxiunternehmen ist oft auch die Fahrersuche ein Thema. Einige haben gute Wege für ihr Unternehmen gefunden, von denen ich hier ein paar aufzeige:
– Herr R. ist Taxiunternehmer und hat eine eigene Zentrale betrieben, die rund um die Uhr besetzt war, bis er angefangen hat, seine Fahrten mit TAXIKOMM24 zu vermitteln. In der Zentrale waren dann sowohl Personal als auch seine Frau und er selbst am Funk. Die Flotte besteht aktuell aus sieben Fahrzeugen, für die natürlich Fahrpersonal benötigt wurde und wird. Wegen der hohen Kosten der Zentrale wurde das Personal dort und auf den Fahrzeugen sehr gering entlohnt. Dies führte dann dazu, dass sowohl in der Zentrale als auch auf den Fahrzeugen das Personal oft wechselte. War jemand gerade gut eingearbeitet, verließ er das Unternehmen oft wieder, weil sich eine lukrativere Beschäftigung ergeben hatte. Durch den Einsatz von TAXIKOMM24 hat Herr R. die hohen Kosten in der Zentrale reduziert, und gleichzeitig konnten er und seine Frau auch selbst mitfahren, wenn mal Fahrpersonal fehlte. Um die Fluktuation beim Fahrpersonal zu stoppen, habe ich ihm damals geraten, einen Teil des eingesparten Geldes dazu zu verwenden, die Stundenlöhne der Fahrer zu erhöhen. Heute wissen wir, dass dies in seinem Fall sehr gut funktioniert hat, und ein Großteil der Fahrer, die damals für ihn fuhren, auch heute noch dort arbeitet. Eine Sache hatten wir damals aber alle nicht erwartet. Die gute Bezahlung hatte sich im Gewerbe recht schnell herumgesprochen, und so kam gutes Personal von selbst auf ihn zu. Gleichzeitig fiel es ihm nicht so schwer, sich von Fahrerinnen oder Fahrern zu trennen, wenn diese sich nicht an die im Unternehmen geltenden Spielregeln hielten.
– In einer mittleren Zentrale mit mehr als 20 Unternehmen, wovon die meisten Mehrwagenunternehmen sind, gab es auch immer das von allen beklagte Problem des Personalmangels. Eines Tages hatte dann ein Unternehmer eine Schulung ausgearbeitet, die Interessenten auf die erforderlichen Prüfungen vorbereiteten. Denn dort war das Hauptproblem: Es gab zwar immer genügend Interessenten für die offenen Fahrerjobs, aber die Hürde der notwendigen Prüfungen im Taxigewerbe war einfach zu hoch. Also wurden diese Interessenten nun mit einer kostenpflichtigen Schulung, denn der Unternehmer, der die Schulungen angeboten hat, muss ja seine Zeit auch entlohnt bekommen, auf das Bestehen der Prüfungen vorbereitet. Ein Teil der Kosten für die Schulung wurde dabei aus verschiedenen staatlichen Töpfen bestritten. Den anderen Teil zahlte der Interessent selbst oder der Unternehmer, der den Interessenten in die Schulung empfohlen hatte. Nach nur sechs Monaten hatte sich dort das Problem des Fahrermangels erledigt, und der Erfolg spricht für sich, denn 95 % derjenigen, die die Schulung gemacht haben, haben die Prüfung auch im ersten Versuch bestanden. Inzwischen werden auch Fahrer für andere Taxiunternehmen aus Nachbarorten ausgebildet. Ein Beispiel, das zur Nachahmung empfohlen wird.
– Zum Schluss noch ein zugegeben recht spezielles Beispiel. Ein Unternehmer hat zwei Fahrzeuge, wovon er eins selbst fährt und eins mit Fahrpersonal besetzt wird. Dieses Fahrzeug ist aber so kalkuliert, dass er es nur dann einsetzen möchte, wenn in der Zentrale, an die er angeschlossen ist, notorischer Fahrzeugmangel herrscht. Diese Zeiten sind morgens von 5:00 Uhr bis ca. 9:00 Uhr und nachmittags von 16:30 Uhr bis ca. 20:30 Uhr. Ansonsten ist dieses Fahrzeug nicht im Einsatz. Der Unternehmer hat nun in seinen Stellenausschreibungen für die Besetzung dieses Fahrzeugs diese Zeiten direkt mit aufgeführt. Das Ergebnis war, dass er für die Zeiten am Morgen ein paar Rentner gewinnen konnte und für die Zeiten am Nachmittag Leute, die einen ganz normalen Job haben, sich aber etwas hinzuverdienen möchten. Es gab auch früher schon Interessenten für den ausgeschriebenen Fahrerjob, aber mit einer Arbeitszeit morgens ein paar Stunden und nachmittags noch einmal war die Besetzung der Stelle nicht erfolgreich.
Vielleicht kann ja die eine oder andere Idee auch Ihnen dabei helfen, Ihre offenen Fahrerstellen zu besetzen. Ich würde mich für Sie freuen.