Wir sind doppelt so alt wie die meisten und stolz darauf!

Wir sind doppelt so alt wie die meisten und stolz darauf!

04.02.2022  -  Guido Kuth und Silke Egener  - Lesedauer: ca. 02:30 Minuten

Tennis, ISDN, CTI, Taxi − klingt logisch, oder? Nicht? Am besten, wir fangen vorne an: 1. Februar 1990: Der Gründungstag − sozusagen die Geburt von ExRam Innovations GmbH.

Damals noch als GbR und zwischenzeitlich als GmbH & Co. KG firmierend. Die beiden Geschäftsführer Guido Kuth und Wolfgang Lenzen starteten direkt nach der Ausbildung bzw. dem Abitur mit der Idee einer Software für multifunktionale Sportanlagen (Tennis, Squash, Badminton) und wollten so die Welt erobern. Dies alles auf der Welle des Tennisbooms, der durch Boris Becker und Steffi Graf ausgelöst worden war. Schnell war klar, dass eine reine Verwaltungssoftware schön ist, aber nicht zu Kosteneinsparungen führt. So wurden eine belegungsabhängige Lichtsteuerung sowie ein Zugangskontrollsystem integriert, womit dann zeitweise personallos betriebene Hallen möglich wurden. Irgendwann war der Tennisboom vorbei und viele Hallen wurden geschlossen. So war es dann zunehmend schwierig, Software in diesem Umfeld zu verkaufen.

Beide hatten ihr Studium der Elektrotechnik inzwischen abgeschlossen und so mussten neue Geschäftsfelder her. In dieser Situation kam ISDN auf. ISDN war der neue digitale Telefonstandard und so wurde kurzerhand umgesattelt von der Softwareschmiede zum Fullservice-Dienstleister für Telefonanlagen und EDV. Mit den Jahren wurden die Kunden größer, leider aber auch der Preisdruck im IT-Sektor. Inzwischen bot der Markt EDV-Lösungen an jeder Ecke an. Zwar nicht qualitativ hochwertig, aber jeder dachte, ein EDV-Spezialist zu sein. Das Alleinstellungsmerkmal fehlte.

So kam wieder der Zufall ins Spiel mit dem man schließlich durch eine Partnerfirma in das Feld der CTI (Computer Telefonie Integration) reinrutschte. Nach neun Jahren Erfahrung in diesem Bereich kamen Guido und Wolfgang mit einem Taxiunternehmer in Kontakt. Dieser gab den Anstoß zur Entwicklung des Produktes TAXIKOMM. TAXIKOMM wurde aber zunächst als reines Telekommunikationssystem über sehr viele Telefonnummern gesteuert. Der Kundenstamm weitete sich zwar aus, aber irgendwann war klar, dass der Kauf eines TAXIKOMM-Systems für viele Taxiunternehmen oder Zentralen nicht finanzierbar war.

Mit der Deregulierung des Telekommunikationsmarktes und den sich daraus ergebenden neuen Möglichkeiten kam dann die Idee auf, das TAXIKOMM-System als reine Dienstleistung unter dem heutigen Produktnamen TAXIKOMM24 anzubieten. Zuvor musste es beim Kunden vor Ort installiert und gewartet werden. Dies war nun nicht mehr notwendig. So ließ sich die Kundenzahl erheblich steigern, da diese nur noch einen geringen monatlichen Betrag für die Nutzung des Systems zahlen mussten.

Aber wie kann ein branchenfremdes Unternehmen plötzlich Lösungen für einen ganzen Markt schaffen? Guido verrät es: „Dies ging nur durch ein partnerschaftliches Verhältnis zu unseren Kunden. Bis heute fragen wir immer wieder: Wo sind die Probleme, was muss automatisiert werden? Wir hatten gerade zu Beginn großes Glück, die richtigen Partner zu finden. Beide Seiten profitierten, wir bekamen ein unglaublich wertvolles Knowhow und unsere Kunden bekamen eine genau auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Auftragsvermittlung.“

Viele Jahre lief dies so und wir konnten enormes Wissen über die Branche sammeln, bis man wieder an den Punkt kam, wo zu spüren war, das Veränderung notwendig wurde. „Die Lösung, allein über Telefoncodes zu arbeiten, war nicht mehr zeitgemäß. Smartphones fanden in jedem Wagen ihren festen Platz. Schnell war klar, eine App-Lösung muss her. 2019 wurde dann die .driver-App eingeführt und hat wieder einen neuen jungen Userbereich angesprochen. Inzwischen nutzen fast alle die App-basierte Lösung, aber eins ist klar: Wir bleiben weiter auf der Lauer und schauen, was sich tut. Das hält ein Unternehmen jung und nur so wird man alt. Und wer weiß, woran wir im Hintergrund schon arbeiten ...“, berichtet Guido weiter.

Hier nochmals unsere Geheimnisse auf einen Blick:

  • Kunden sind Partner, wir lernen voneinander
  • Den Markt und die Branche stets beobachten
  • Neue Herausforderungen nicht aussitzen, sondern darauf reagieren
  • Keine Angst vor Veränderungen

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